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Glossar


API:
Ein Application Programming Interface ist eine Software- Schnittstelle für Anwendungsprogramme, die einen direkten Zugriff auf Ressourcen des Betriebssystems oder der Benutzeroberfläche erlaubt. Eine offene API-Struktur ermöglicht Anwendungen (z.B. -> EPG) von unterschiedlichen Anbietern mit Hilfe des gleichen -> Decoders.
ADSL:
Asymmetric Digital Subscriber Line ist ein -> DSL-System, bei dem über ein Kupferkabel Daten mit bis zu 6 Mbit/s empfangen (Downstream) und mit bis zu 768 Kbit/s gesendet (Upstream) werden. In der Regel werden Anschlüsse mit 1, 2 oder 6 Mbit/s vermarktet. Der Standard ADSL2+ lässt sogar bis zu 20 Mbit/s zu.
Abspieleinheit:
Bezeichnet die buchbare Einheit im Kino. Die Abspieleinheit kann aus 1 bis max. 3 Kinosälen [in einem Haus] bestehen und wird durch die Werbeverwaltungen festgelegt. Die festgelegte Abspieleinheit wird an die IVW gemeldet.
Ad-hoc-Studie [lat. = eigens zu diesem Zweck gemacht]:
Eine kurzfristig durchgeführte Studie, um aktuelle Fragestellungen zu beantworten.
AE [=Annoncen-Expedition]:
Agenturvergütung, auch Mittlerprovision genannt, in Höhe von 15% des Werbevolumens, die die Agentur für ihre Mittlerfunktion zwischen Kunde und Medium und ihrer Haftung gegenüber dem Medium erhält.
Affinität:
Anteil einer bestimmten Zielgruppe an der Nutzerschaft eines Mediums im Verhältnis zum Anteil dieser Zielgruppe an der Gesamtbevölkerung. Die Affinität wird als Index dargestellt. Ein Indexwert über 100 bedeutet, dass ein Merkmal im Verhältnis zur Grundgesamtheit überproportional ausgeprägt ist.
AG.MA [Arbeitgemeinschaft Media-Analysee.V.]:
Ein Zusammenschluss von Werbetreibenden, Agenturen und Medien [Verlage, Hörfunk, TV-Sender und -Vermarkter]. Die AG.MA führt zweimal jährlich die Media-Analyse[MA] durch. Stellvertretend für die Vermarkter von Kinoleinwänden ist der FDW Mitglied der AG.MA. Als passives Mitglied hat er nur Zuhörerstatus.
Ausschöpfung:
Die Ausschöpfung gibt an, wie viele Personen der Stichprobe tatsächlich befragt wurden [realisierte Interviews]. Sie wird in % ausgedrückt.
Auswahlverfahren:
Bezeichnet die Technik, nach der eine Stichprobe gezogen wird. Im allgemeinen unterscheidet man zwischen der Zufalls- und Quotenauswahl.
AWA [Allensbacher Werbeträgeranalyse]:
Vom Institut für Demoskopie in Allensbach jährlich durchgeführte Markt-Media-Analyse mit dem Ziel, die Mediennutzung, Konsumgewohnheiten, Besitz und Anschaffungsabsicht von Gebrauchsgütern sowie Einstellungen und Verhaltensweisen der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahre zu untersuchen. Es wird ein breites Spektrum von Fragen zu Life-Style, Produkt- und Markenwerbung gestellt. Die Unterschiede der AWA zu anderen Analysen sind: - Die niedrigere Fallzahl [ca. 20.000] als. z.B. in der MA [ca. 26.000]. Eine Quoten- anstatt einer Zufallsstichprobe.
Blog:
Abkürzung für den Begriff Weblog, der wiederum aus den Wörtern Web und Logbuch entstand. Als Blogs werden Webseiten bezeichnet, die laufend fortgeschrieben werden, leicht zu erstellen sind, bei denen neue Beiträge jeweils oben angezeigt und von Dritten kommentiert werden.
Basis [= Grundgesamtheit]:
Die Basis ist die Grundgesamtheit [GG] und damit die Bezugsgröße, um Ergebnissein Relation zu setzen. z.B. ist die Basis in der MA gleich der Bevölkerung gesamt über 14 Jahre = 64,1 Mio..
Brutto-Reichweite:
Die Summe aller erzielten Kontakte von Personen mit einem oder mehreren Medien, ausgewiesen in Mio. oder in %. Die Brutto-Reichweite gibt nur die Zahl der insgesamt anfallenden Kontakte an, sagt jedoch nichts über die Anzahl der erreichten Personen aus.
CAPI [= Computer Assisted Personal Interviewing]:
Ein face-to-face Interview, bei dem die Antworten direkt in den Computer eingegeben werden CATI[= Computer Assisted Telephone Interviewing]: Ein computergestütztes Telefon-Interview, bei dem die Antworten direkt elektronisch erfasst werden.
Clusteranalyse:
Ein statisches Verfahren mit dem Zweck, aus einer Gesamtheit Gruppen von Individuengleichen Typs zu bestimmen. In der Marktforschung wird dieses Verfahren häufig angewandt, um Typologien zu erstellen.
Cinegraph:
Die CAG Marktforschung setzt dieses Tool ein, um die Eignung von Werbefilmen für das Kino und deren Attraktivität zu prüfen. Der Vorteil dieses Instruments besteht darin, dass die Wirkung von Kinowerbung unter realen Bedingungen nachgewiesen werden kann. Direkt während der Präsentation im Kino wird mittels eines speziellen Messgerätes [Perception Analyzer] die unmittelbare Wirkung des Werbefilms gemessen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, qualitative Gruppendiskussionen mit den Testpersonen durchzuführen.
Cross Media:
Bezeichnet die inhaltliche Vernetzung einzelner Werbeinstrumente wie z.B. Sponsoring, Promotion, Event-Marketing, um mit einem einheitlichen Markenauftritt eine gesteigerte Werbewirkung zu erzielen.
Datenreduktion:
Dieses Verfahren bedeutet, dass bei der Übertragung digitaler Rundfunkprogramme nicht mehr alle Bild- und Ton-Informationen komplett übertragen werden müssen. So werden "unhörbare" Töne, die von anderen überlagert werden oder außerhalb wahrnehmbarer Frequenzbereiche liegen, entfernt. Bei Video-Signalen werden nicht 25 mal pro Sekunde komplette Fernsehbilder übertragen, sondern jeweils nur die Veränderungen gegenüber dem vorherigen Bild. -> Decoder "rekonstruieren" daraus bei den Endgeräten wieder komplette Bilder.
Decoder:
Dieses Gerät stellt sicher, dass Daten-reduzierte und/oder verschlüsselte digitale Signale von TV-Geräten in normale Fernsehbilder umgewandelt und gegebenenfalls Inhalte einzeln abgerechnet werden. Solche Geräte (auch Set-Top-Box genannt) werden zwischen TV-Gerät und Kabel- oder Satellitenanschluss geschaltet.
DAB-IT:
Andere Bezeichnung für -> DMB.
DMB:
Digital Multimedia Broadcasting erlaubt auf der Basis des Digital Audio Broadcasting (DAB) via Satellit oder terrestrisch die Ausstrahlung von Rundfunk-Programmen (TV, Hörfunk, Datendienste), die per Mobilfunk-Endgerät empfangen werden können.
DVB-H:
Der Standard Digital Video Broadcasting für Handhelds (kleine, tragbare Geräte) basiert auf der Technik für digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) und ermöglicht die Ausstrahlung von Rundfunk-Programmen (TV, Hörfunk, Datendienste), die per Mobilfunk-Endgerät empfangen werden können.
DSL:
Die Buchstaben stehen für Digital Subscriber Line, eine Zugangstechnik, bei der über ein Zweidrahtkupferkabel Daten in hoher Geschwindigkeit übertragen werden.
DXB:
Der neue Standard Digital eXtended Broadcasting soll ab 2008 Internet-basiert -> DMB, -> DVB-H und -> UMTS miteinander kombinieren.
Effizienz:
Die Wirksamkeit oder Leistungsfähigkeit, oftmals gemessen an der Wirtschaftlichkeit.
Eindrucksqualität:
Bezeichnet die Stärke der erzeugten Beachtung eines Werbeauftritts in einem Medium. Die Eindrucksqualität wird durch die -> Positionierung und das Stimmungsumfelddes Mediums mitbestimmt. Prof. Blothner stellt in seinem "Gutachten zu Wirkungsbedingungen und Kinowerbung" Argumente für die besonderen Qualitäten von Kinowerbung dar.
Erhebung:
Bezeichnet die systematische Untersuchung, Auszählung oder Beobachtung einer Gesamtheit oder Stichprobe von Elementen. Sie soll die Häufigkeit, Intensität und Beziehung von bestimmten Merkmalen dieser Elemente feststellen .z.B. Vollerhebung [Volkszählung], Teilerhebung meist als Repräsentativerhebung [z.B. MA, VA]
Evaluierung:
Bezeichnet die Analyse der Leistung von Mediaplänen / Kampagnen.
Externe Überschneidung:
Überschneidungen der Nutzerschaften bei Belegung verschiedener Medien
Fehlstreuung [= Streuverlust]
Bezeichnet diejenigen durch Werbemaßnahmen erzielte Kontakte bei Personen, die nicht der definierten Media-Zielgruppe angehören. Umkehrbeispiel: Will man junge Menschen unter 30 Jahren mit Werbung ansprechen, ist das Kino außerordentlich gut geeignet, da es eine sehr geringe Fehlstreuung aufweist.
Gewichtung:
Eine Rechenoperation, bei der einzelne Variablen [in der Regel soziodemografische Merkmale] in der Stichprobe entsprechend ihrer Ausprägung in der Grundgesamtheit korrigiert werden, um eine möglichst optimale Repräsentativität zu gewährleisten. Um z.B. in Stichproben auftretende Verzerrungen zur Grundgesamtheit richtigzustellen, werden einzelne Personensegmente ihrer Bedeutung entsprechend umgerechnet.
GRP [engl. = Gross Rating Point]:
Entspricht der Brutto-Reichweite in %. Der GRP selbst wird aber ohne % ausgedrückt und ist ein sehr grobes Maß zur Beurteilung von Mediaplänen. GRP ist der Anteil aller erreichten Personen multipliziert mit der durchschnittlichen Ansprachehäufigkeit [Durchschnittskontakt]. Um 400 GRP´s zu erreichen, müssen beispielsweise 80% der Zielgruppe durchschnittlich 5 mal angesprochen werden. Dieselbe Leistung kann aber auch mit 50% der Zielgruppe und 8 Durchschnittskontakten erreicht werden.
Grundgesamtheit:
Die Grundgesamtheit sind alle Personen, die durch die Stichprobe einer Untersuchung repräsentiert werden.
GWA:
Ein Zusammenschluss von über 100 Werbeagenturen. Ziel ist die Verbesserung der Leistungstransparenz von Werbemedien, Förderung der Effizienz und Kreativität in der werblichen Kommunikation, Aus- und Weiterbildung usw.
HDTV:
High Defintion Television bietet hochauflösende TV-Qualität, die statt der herkömmlichen 575 mal 720 mindestens 720 mal 1280 Bildpunkte bietet. Als Mindeststandard gilt HDTV 720p mit 921.000 Bildpunkten, die 25 mal pro Sekunde komplett ("progressive") übertragen werden. Beim Standard HDTV 1080i werden 1080 Zeilen und 1920 Linien (2.073.600 Bildpunkte) 25 mal pro Sekunde im Halbbildverfahren ("interlaced") ausgestrahlt.
Hot Spot:
Räumlich begrenzter Einwahl-Knotenpunkt für ein -> W-LAN als kabelloser Internet-Zugangspunkt.
Hochrechnung:
Umrechnung der in einer Stichprobe ermittelten Größenordnungen auf absolute Zahlen der Grundgesamtheit, auch Projektion genannt. Es ist unbedingt zu beachten, dass die Hochrechnung einer Schwankungsbreite unterliegt, die von der Stichprobengröße abhängt. Je größer die Stichprobengröße ist, desto kleiner wird die Schwankungsbreite. Beträgt der Kinobesucheranteil in einer Stichprobe von z.B. 2000 Fällen 20% [= 400 Fälle] so ergäbe das bei einer Grundgesamtheit von 64,1 Mio. eine Hochrechnung von 12,8 Mio. [2000 /400 = 64.100.100 / x].
IP-TV:
Beim über das Internet-Protokoll (IP) vermittelten Fernsehen gelangen TV-Angebote online auf den PC-Monitor oder den Fernsehschirm.
Image [engl. dt. = Bild, Vorstellung]:
Bezeichnet die Gesamtheit aller Vorstellungen und Einstellungen zu einem Produkt, einer Marke, einem Medium usw.
Index:
Eine Kennziffer, die bestimmte Merkmale im Verhältnis zum Durchschnitt beschreibt. Ein Indexwert größer 100 bedeutet, dass ein Merkmal überproportional ausgeprägt ist. Ein Index von 120 bedeutet beispielsweise, dass der Anteil der Zielgruppe in dem betreffenden Medium um 20% höher liegt als in der Gesamtbevölkerung.
Intermedial:
Bedeutet innerhalb mehrerer, verschiedener Mediengattungen.
Intramedial:
Bedeutet innerhalb einer einzigen Mediengattung.
Interne Überschneidungen:
Bezeichnet die Überschneidungen der Nutzerschaft bei Mehrfachbelegung in ein und demselben Medium.
IVW[Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.]:
Die IVW ist eine Gemeinschaftseinrichtung des Zentralverbandes der Werbewirtschaft[ZAW]. Als neutrale Kontrolleinrichtung verfolgt die IVW den Zweck, vergleichbare und objektive Daten über die Verbreitung von Werbeträgern bereitzustellen. Die IVW veröffentlicht jährlich das IVW-Verzeichnis der Filmtheater mit den offiziellen IVW-Staffeln.
IVW-Staffel [= IVW-Stufe]:
Die IVW-Einstufung eines Kinos gibt Aufschluss über dessen wöchentliche bzw. jährliche Besucherzahlen und ist gleichzeitig die Grundlage zur Berechnung des Wochenpreises für Werbefilme [siehe auch Preisgruppe = PG]
Kernnutzer:
Eine Person, bei der die Wahrscheinlichkeit der Nutzung eines Mediums zwischen 82% und 100% liegt [p = 0,8252 bis 1,0]. Dies entspricht beispielsweise dem regelmäßigen Leser, der mindestens 10 von 12 Ausgaben gelesen hat. Als Kernnutzer wird der regelmäßige Kinogänger bezeichnet, der mindestens einmal im Monat oder öfter ins Kino geht.
Kreuztabelle [=Kreuzauswertung]:
Tabellarische Darstellung und Aufgliederung von Untersuchungswerten nach gleichzeitig mindestens 2 Merkmalen. Das Programm MDS [Daten = VA / MA] erstellt eine solche Kreuztabellierung unter dem Menüpunkt "Strukturanalyse"
Kontakt:
Ein zentraler Grundbegriff in der Mediaplanung und Werbeforschung. Der Kontakt[Sehen, Lesen, Hören] bezeichnet die Berührung, im übertragenen Sinne, einer Person mit dem Werbeträger oder mit dem Werbemittel Kontakt im Kino ist der Kinobesuch
Kontaktchance [=Kontaktwahrscheinlichkeit]:
Die individuelle Wahrscheinlichkeit der Nutzung eines Mediums wird als Wahrscheinlichkeit verstanden, einen Kontakt innerhalb eines bestimmten Zeitraumes mit dem Medium zu haben. Dieser Wert wird mit Daten aus der Mediaforschung [Befragung] und Verfahren der Wahrscheinlichkeitsrechnung ermittelt. Die Aussage eines Befragten, er sei 6 mal in 52 Wochen ins Kino gegangen. führt zu einer Besuchswahrscheinlichkeit [= Kontaktwahrscheinlichkeit] von 11% [p = 0,11].
Kontaktdosis:
Die Anzahl von Kontakten, die innerhalb eines Werbezeitraumes bei jeder Zielpersonanfallen sollen. Ein Planungsziel, welches aber nur sehr schwierig zu bestimmen ist, da es keine allgemein gültigen Richtlinien gibt.
Kontakthäufigkeit:
Die Anzahl von Kontakten, die ein Nutzer mit einem Werbeträger oder einer Kombination dieser hat.
Kontaktklasse:
Bezeichnet die Zusammenfassung einzelner Kontakthäufigkeiten zu Gruppen. Die Netto-Reichweite für die verschiedenen Laufzeiten wird auf die Häufigkeit der Kinobesuche aufgeteilt. Beispiel: bei einer Laufzeit von 4 Wochengehen x Personen einmal ins Kino, x Personen gehen zwei Mal, x Personen dreimal, x Personen gehen vier Mal und öfter ins Kino.
Kontaktverteilung [= Kontaktklassenverteilung]:
Die Nutzer eines Mediums können unterschiedlich häufig Kontakt mit diesem gehabt haben, d.h., sie gehören verschiedenen Kontaktklassen an. Die Kontaktverteilung zeigt, wie viele Personen auf die einzelnen Kontaktklassen entfallen, und dient als Maßstab zur Beurteilung von Werbewirkung.
Korrelation:
Statistischer Zusammenhang zwischen zwei oder mehreren Merkmalen
Kumulation [= Kumulationsaufbau]:
In der Mediaplanung bedeutet es den Zuwachs an Brutto-Reichweite / Netto-Reichweite/ Durchschnittskontakten durch mehrfache Belegung eines Mediums. Zwischen Reichweiten- und Konaktwachstum zeigen sich bestimmte Zusammenhänge. Der Kumulationsverlauf ist abhängig von Frequenz und Reichweite.
LAN:
Das Local Area Network stellt ein lokales Netzwerk für den Datenaustausch dar und wird bei drahtloser Übertragung als "Wireless-LAN" (W-LAN) bezeichnet.
Launch [engl., dt. = Start, Stapellauf]:
Bezeichnet die Markteinführung eines Produktes.
MHP:
Die Multimedia Home Platform ist ein Standard, der beim digitalen Fernsehen multimediale Anwendungen ermöglichen soll. Dabei handelt es sich um eine im Jahr 2000 europaweit verabschiedete Norm mit einer offenen, allgemein zugänglichen technischen Schnittstelle (Common Interface).
Mobile Media:
Die digitale Kombination von Rundfunk und Datendiensten mit der Mobilfunk-Technik erlaubt den mobilen und portablen Empfang von Inhalten der Massen- und/oder Individualkommunikation (-> DMB, -> DVB-H).
MPEG:
Die Motion Picture Experts Group definiert seit 1988 Komprimierungsformate zur -> Datenreduktion. Nach MPEG 1 (1993) und MPEG 2 (1994/95) wurde 1998 zur Verbesserung der Video-Kompression MPEG 4 vorgestellt.
Multiplexing:
Digitalisierung und Bündelung von digitalen Rundfunk-Inhalten im so genannten Play-Out-Center zu einem Transportdatenstrom (Datencontainer mit bis zu acht TV-Programmen).
MA [= Media-Analyse]:
Eine von der AG.MA zweimal jährlich durchgeführte Multi-Media-Analyse mit dem Ziel, die Leistung von Werbeträgern und deren Nutzern zu untersuchen. Erhobenwerden Mediennutzung und soziodemografische Merkmale.Die MA-Daten liefert Media-Nutzungsdaten für Zeitschriften, Zeitungen, Supplements, Kongress [kirchliche Zeitschriften/Zeitungen], Lesezirkel, Radio, TV und Kino.
Markenbekanntheit [engl. = Brand Awareness]:
Begriff aus der Werbewirkungsforschung, der den Anteil der Personen in einer Zielgruppe bezeichnet, die eine bestimmte Marke kennen.
Marktforschung:
Eine effektive Mediaplanung setzt eine solide Marktforschung über das jeweilige Marktsegment bzw. die Zielgruppe, die werbewirksam erreicht werden soll, voraus. Marktforschung ist die systematische [kurzzeitige oder kontinuierliche] Analyse des Marktes, um die gegebene Marktstruktur sowie die spezifischen Verhaltensweisendes Konsumenten in diesem Markt aufzuzeigen.Die CAG-Marktforschung erforscht den Kinomarkt, den Kinobesucher und den Werbemarkt. Sie arbeitet u.a. mit den Tools Cinegraph und Semiometrie.
Markt-Media-Analyse:
Untersuchung, die Informationen zum Konsumverhalten und zur Mediennutzung kombiniert. Die VA ist z.B. eine Markt-Media-Analyse.
MDS [Mediaplanungs-Dialog-System]:
Ein für den PC entwickeltes Mediaplanungsprogramm [Software] Grundlage sind die Ergebnisse der bekanntesten Markt-Media-Untersuchungen [z.B. MA / VA] sowie die Tarife und Auflagen der Werbeträger. Das Programm ist eine wichtige Entscheidungshilfe für den Mediaplaner, da es ihm ermöglicht, die o.g. Ergebnisse, Tarife und Auflagen miteinander zu verknüpfen. Das MDS System bietet ein breit gefächertes Instrumentarium der Zielgruppenbestimmung und Reichweitenanalyse und präsentiert unmittelbar die Kosten- und Wirkungsalternativen für beliebig viele und differenzierte Mediapläne.
Mediaforschung:
Bezeichnet eine Forschungsrichtung, um die Wirkung und die Eigenheiten der Medien sowie deren Nutzer zu analysieren. Bei werblichen Fragestellungen wird zwischen der Werbeträger- oder der Werbemittelforschung unterschieden.
Mediagattung:
Zu den klassischen Mediagattungen zählen Zeitschriften, Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Ihrer Funktion entsprechend werden diese Medien auch als Massenmedienbezeichnet. Weiterhin zählen die Medien Kino, Plakat und Internet hinzu.
Media-Mix:
Einsatz verschiedener Werbeträger in einer Kampagne.
MKE [Medien-Kontakt-Einheit]:
Die Definition einer MKE dient zur Erhebung von Kontakten mit dem Werbemedium. Bei Pressemedien wird nach dem letzten Lesen im Erscheinungsintervall gefragt [Recent-Reading]. Da es beim Kino kein entsprechendes Erscheinungsintervall gibt, wird eine MKE für das Kino als Kinobesuch innerhalb der letzten 7 Tage vor der Befragung definiert. Für das Kino wird die MKE als Kinobesuch pro Woche bezeichnet. Dieser Zeitraum entspricht auch der Mindestlaufzeit [1 Spielwoche].
Netto-Reichweite:
Die Nutzer eines Mediums oder mehrerer Medien, die mindestens einmal erreicht werden [ausgedrückt in Mio. oder %]. In die Berechnung der Netto-Reichweite geht jede Person nur einmal ein, egal wie viele Kontakte sie mit dem Werbeträger hatte.Formel: Netto-Reichweite in % = Brutto-Reichweite: OTS
Nutzer:
Der Begriff Nutzer bezeichnet jede Person, die ein Medium nutzt.
Open Source:
Software, deren Quellcodes offen gelegt werden, so dass eine Veränderung und Weiterentwicklung sowie eine Integration in andere Programme möglich wird. Bekanntestes Beispiel für eine Open-Source-Anwendung ist der Webbrowser Firefox.
OTS [engl. = Opportunity to see, dt. = Möglichkeit zu sehen]:
Ist die englische Bezeichnung für Durchschnittskontakt.
PAL:
Das in den 60-er Jahren entwickelte TV-System ("Phase Alternating Line") basiert auf einem Halbbildverfahren, d.h. es werden 25 Bilder pro Sekunde ausgestrahlt, wobei abwechselnd jeweils nur jede zweite Bildzeile übertragen wird ("interlaced").
Podcast:
Wortschöpfung aus den Begriffen Broadcasting (Rundfunk) und iPod als Bezeichnung für Audio-Blogs. Dabei werden -> Blogs als Audiodateien erstellt, stehen zum Download zur Verfügung und lassen sich per IPod oder mit Hilfe ähnlicher Abspielsysteme anhören.
Panel:
Repräsentativer Kreis von Personen, Haushalten, dessen Teilnehmer kontinuierlich zu bestimmten Fragen interviewt werden bzw. regelmäßig berichten.
Positionierung:
Bezeichnet die gezielte Stellung des Werbemittels innerhalb des Werbeblocks. Im Kino können Werbefilme z.B. direkt vor dem Hauptfilm geschaltet werden, sogenannte "Presenter".
Post-Test:
Eine Untersuchung, die nach Abschluss einer Werbemaßnahme durchgeführt wird, um deren Werbewirkung zu prüfe[Kampagnenkontrolle]
Potenzial [dt. = Gesamtheit aller verfügbaren Zielpersonen]:
Bezogen auf eine Werbekampagne bezeichnet das Potenzial die Menge der verfügbaren Personen in der Zielgruppe. Wird z.B. in Deutschland bundesweit geschaltet, beträgt das Potenzial in der Zielgruppe der 14-29 jährigen 13,1 Mio. Personen.
Preisgruppe[= PG]:
Die Einstufung buchbarer Abspieleinheiten in eine Preisgruppe erfolgt auf Grundlage der Besucherzahlen [siehe auch IVW-Staffeln]. Dabei werden auch nicht an die IVW gemeldete sowie neueröffnete Theater in eine Preisgruppe eingestuft. Der Sekundenwochenpreis wird wie folgt berechnet:Formel: Sek./Wochenpreis = Preisgruppe x Grundpreis. Zur Berechnung von Besucherzahlen auf Grundlage von Preisgruppen nur halb zur Berechnung angesetzt, da eine Vollbelegung des Kinos bzw. der Abspieleinheit nicht immer vorausgesetzt werden kann.Besuch/Wo = [Preisgruppe x 500] - 250
Pre-Test:
Untersuchung, die vor Beginn einer Werbemaßnahme durchgeführt wird, um deren Akzeptanz und vermutliche Wirkung zu prüfen.
Prime-Time [engl., dt. = Haupteinschaltzeit]:
Gemeint ist die Hauptsendezeit in der Fernsehbranche, in der Regel von 20.00bis 23.00 Uhr.
Pulsation [engl., dt. = Pulsieren, Pulsschlag]:
Bezeichnet einen Werbeauftritt in unterschiedlicher Intensität, um die Werbewirkung zu steigern. Dazu wird eine Werbebotschaft zunächst über intensivere Kontakte durchgesetzt. Nach Durchsetzung der Botschaft, wird die Intensität reduziert. Vorraussetzung für die reduzierte Ansprache ist, dass die vorher gelernte Botschaft im Gedächtnis noch leicht abrufbar ist und dass die erreichten Personen in derersten Phase auch mit der intensiveren Form häufig genug Kontakt hatten.
Quantitative Forschung:
Bezeichnet die Untersuchung mit dem Ziel, Größenordnungen, Häufigkeiten und Intensitäten zu ermitteln, meist im Rahmen von Repräsentativbefragungen. Ein Prototyp einer quantitativen Analyse ist z.B. eine Media-Analyse. Typisch für die quantitative Forschung ist die maximal mögliche Standardisierung von Fragebogen und Interviewverhalten.Die Frequenzabfrage zum Kinobesuch in der MA ist beispielsweise eine quantitative Messung.
Qualitative Forschung:
Eine Forschungsrichtung mit dem Ziel, Bewertungen, Motivationen, Einstellungen, Funktionen und Vorstellungsbilder zu ermitteln, gegebenenfalls unter Verzicht auf exakte Größenordnung oder Repräsentativität. Qualitative Forschung ist an der persönlichen Sichtweise, an den Sinndeutungen des Befragten interessiert. Der Sinn qualitativer Untersuchungen liegt vorrangig in der Erfassung subjektiver Tatbestände. Im Gegensatz dazu steht die quantitative Forschung. Qualitative Methoden sind beispielsweise die im Rahmen der CAG-Genreforschung durchgeführten Gruppendiskussionen.
Quotenstichprobe [= Quota-Stichprobe]:
Ist ein Verfahren der bewussten Auswahl, da die Stichprobe nach genau vorgegebenen Regeln ausgewählt wird. Die Teilnehmer werden aufgrund soziodemografischer Merkmale oder anderer Kriterien ausgewählt. Die Quotierung erfolgt aufgrund gesicherter Erkenntnisse über Verteilungen in der Grundgesamtheit, um ein Abbild der Grundgesamtheit in der Stichprobe zurepräsentieren. Dieses Auswahlverfahren entspricht keiner reinen Zufallsauswahl. Eine Quote ist eine Merkmalsverteilung z.B. das Merkmal Geschlecht: 54% Frauen,46% Männer in der Grundgesamtheit.
Rangreihe:
Bezeichnet eine auf- oder absteigende Anordnung von Werten. In der Mediaplanung ist es meist die Sortierung von Medien oder Werbeblöcken nach ihrer Größe von TKP oder GRP.
Recall [engl., dt. = Zielgruppenspezifischer Kontaktsummenanteil]:
Begriff aus der Werbewirkungsforschung. Recall bedeutet die Erinnerung an Werbmittel und deren Inhalte. Die Abfrage erfolgt ungeschützt [ohne Nennung des Werbemittels]oder geschützt [mit Nennung des Werbemittels]
Recognition [engl., dt. = Wiedererkennung]:
Begriff aus der Werbewirkungsforschung. Recognition bedeutet die Wiedererkennung von Werbemitteln und deren Inhalte nach Vorlage des Objekts.
Reichweite [engl., dt. = Einzelquelle]:
Anteil der Zielpersonen, die durch einen Werbeträger oder durch eine Werbeträger-Kombination erreicht werden.
Relaunch:
Die Überarbeitung bzw. Erneuerung eines alten Produktes, Unternehmens- oder Werbeauftritts, wobei wesentliche Erscheinungsmerkmale geändert werden. Beispielsweise eine neue Gestaltung des Produktes oder der Verpackung.
Reminder-Werbung:
Bezeichnet die Wiederholung eines Spots bzw. ein Teil des Spots im gleichen Werbeblock. Der Reminder soll die Aufmerksamkeit und den Erinnerungswert [Recall]einer Werbung erhöhen.
Repräsentativität:
Bedeutet für die Grundgesamtheit stehend. Um die Ergebnisse einer Stichprobe [in gewissen Genauigkeitsgrenzen] auf die Grundgesamtheit übertragen zu können, soll die Stichprobe zufällig gezogen sein und genügend Fälle enthalten.
Response [engl., dt. = Antwort]:
Die Reaktion von Zielpersonen nach direkter Ansprache.
Share of Advertising [engl., dt. = Werbekostenanteil]:
Der Anteil des eigenen Werbevolumens am Gesamtwerbeetat der Konkurrenz im entsprechenden Markt. Bezieht sich nur auf das eingesetzte Geld.
Share of Voice:
Anteil der Werbekontakte der Eigenmarke an den Gesamtkontakten des Produktfeldes. Dabei werden zunächst die Kontaktsummen der Marken über sämtliche Zielpersonen, dann der Kontaktanteil berechnet. Share of Voice stellt also nicht die Kontaktanteile pro Zielperson fest, sondern berechnet nur die Insgesamt-Kontomenge der Marken. Share of Voice ist eine Brutto-Berechnung auf Kontaktsummen-Basis.
Share of Mind:
Anteil der Werbekontakte der Eigenmarke an den Gesamtkontakten des Produktfeldes- je Zielperson berechnet. Dann werden die Anteile aller Zielpersonen addiert und auf alle Zielpersonen prozentuiert. Share of Mind ist also ein Maß für den durchschnittlichen, individuellen, relativen Werbedruck. Share of Mind ist eine Netto-Analyse der Kontakte und ihrer Verteilung berechnet überpersonenbezogene Informationen.
Single Source [engl., dt. = Einzelquelle]:
Sind Daten, welche aus ein und derselben Erhebung stammen. In der Mediaforschung bezeichnet Single Source insbesondere Erhebungen, in denen die Befragten sowohl nach ihrem Konsumverhalten als auch nach ihrem Kommunikationsverhalten gefragt werden.
soziodemografische Merkmale:
Quantitative Merkmale zur Beschreibung einer Zielgruppe unter sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten wie Geschlecht, Alter, Einkommen, Familienstand, Haushaltsgröße.
soziopsychologische Merkmale:
Quantitative Merkmale zur Beschreibung einer Zielgruppe wie Verhalten, Einstellung usw..
Stichprobe:
Auswahl einer Untersuchungseinheit aus der Grundgesamtheit nach bestimmten Auswahlverfahren. Sie liefert Schätzwerte für die Gegebenheit in der Grundgesamtheit.
Streaming:
Bei dieser Datenübertragung geschieht das Abspielen von Multimedia-Inhalten in Echtzeit schon während des Downloads ohne Zwischenspeicherung in einer Datei. Beim Live-Streaming wird ein von einer Kamera aufgenommenes Live-Signal über eine Videokarte in den PC eingespeist, mittels einer Encoder-Software in einen Video-Stream umgewandelt und kann so über das Internet übertragen werden.
Streuplan:
Zeigt die Verteilung einzelner Werbemaßnahmen innerhalb einer Werbeplanung, d.h. zu welchem Zeitpunkt, in welchem Zeitraum, mit welcher Frequenz und in welchen Werbeträgern, welche Werbemittel eingesetzt werden.
Streuverlust:
[= Fehlstreuung]
Strukturwert:
Der Prozentanteil einer Teilzielgruppe an der Gesamtzahl der Zielpersonen.
Tandem-Werbung [Radio, TV, Zeitschriften, etc.]:
Eine vom Burda-Verlag jährlich durchgeführte Markt-Media-Analyse mit dem Ziel, die Medienunterstützung und das Konsumverhalten der Erwachsenen ab 14 Jahre zu untersuchen. Sie beinhaltet ein breites Spektrum von Fragen zu Life-Style, Produkt- und Markenverwendung. Der bedeutende Unterschied zur MA besteht darin, dass der Kinobesuch in der TdW unter Freizeitbeschäftigung und nicht unter Mediennutzung fällt. Darüber hinaus wird Kinobesuch nur "weich" abgefragt, d.h. ohne quantitativen Zeitbezug [mache ich überhaupt nicht – mache ich regelmäßig/intensiv].
TKP [= Tausend-Kontakt-Preis]:
Diese Kennziffer sagt aus, wie hoch die Kosten sind, um 1.000 Kontakte in der Zielgruppe zu erreichen. Der TKP gilt als Maßstab für die Rentabilität eines Mediums. Formel: TKP = Kosten [€] x 1000: Brutto-Reichweite
TNP [= Tausend-Nutzer-Preis]:
Sagt aus, wie hoch die Kosten sind, um 1.000 Personen in der Zielgruppe zu erreichen. Formel: TNP = Kosten [€] x 1000 : Netto-Reichweite
Tool [=engl., dt. = Instrument, Werkzeug]
Begriff aus der Marktforschung für eingesetzte Instrumentarien, Techniken und Verfahren.
Triple Play:
Die Kommunikationsangebote von Rundfunk (Fernsehen), Internet-Zugang und Sprachtelefonie werden über einen Netzzugang aus einer Hand angeboten. Beim Quadruple Play wird das Triple Play um einen Mobilfunk-Service ergänzt.
Typologie:
Ein Begriff, der Merkmalsträger klassifiziert. Dabei werden die Merkmalsträger zu Gruppen zusammengefasst, die in sich möglichst ähnlich sind, die Gruppenaber untereinander möglichst verschieden sind. Als Verfahren kommt beispielsweise die Clusteranalyse zur Anwendung.
UMTS:
Der breitbandige Mobilfunk-Standard Universal Mobile Telecommunications System bietet Übertragungsgeschwindigkeiten von 384 kBit/s bis 2 Mbit/s. Entsprechende Kapazitäten für Deutschland wurden im August 2000 von der Regulierungsbehörde für ca. 50 Mrd. Euro versteigert. Von den weltweit mehr als zwei Milliarden Mobilfunk-Kunden nutzen zurzeit nur etwa fünfzig Millionen UMTS. Mit Hilfe der neuen Software HSDPA (High Speed Download Packet Access) soll die UMTS-Bandbreite vervierfacht werden.
VA [= Verbraucher-Analyse]:
Vom Bauer- und Springer-Verlag zweimal jährlich durchgeführte Markt-Media-Analyse mit dem Ziel, die Mediennutzung und das Konsumverhalten zu untersuchen [ein breites Spektrum von Fragen zu Lifestyle, Produkt- und Markenverwendung, Anschaffungsabsicht]. Die Fallzahl in der VA beträgt ca. 30.000Fälle, die Grundgesamtheit bildet die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren in Privathaushalten. Seit 2000 wird Kinobesuch in der VA erfasst.
VDSL:
Mit der neuen -> DSL-Generation Very High Speed Digital Subscriber Line will die Telekom noch in diesem Jahr in zehn Großstädten Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s ermöglichen.
VoD:
Das Kürzel steht für Video on Demand, also für das Abrufen von Filmen auf Anforderung durch einen Kunden, der für diesen Service eine Gebühr zahlen muss.
VoIP:
Voice over IP bezeichnet die Technik der Internet-Telefonie. Dabei werden Gespräche kostenlos oder extrem günstig über das Internet geführt. Wichtigster Anbieter ist Skype (von Ebay übernommen).
Wahrscheinlichkeit:
Ein Begriff aus der Statistik. Bei einer größeren Serie von Würfen mit einem Würfel zeigt sich eine gewisse Gesetzmäßigkeit: Die Häufigkeit, dass ein bestimmtes Ereignis [z.B. das Würfeln einer 6] eintritt, schwankt um einen festen Wert. Diese feste Zahl wird als Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Ereignisses bezeichnet. Die Abweichung von diesem Wert werden einer wachsenden Reihe von Würfen immer kleiner.
Wear-out [engl., dt. = abnutzen, ermüden]:
Eine aufgrund von stetig wiederholter Werbung eintretende Ermüdung der Umworbenen, die zu einem Nachlassen der positiven Werbewirkung und sogar zu einer deutlichen Verschlechterung der Erinnerung an die Werbung führt.
Weitester Nutzerkreis[WNK]:
Zum WNK für den Werbeträger Kino zählen alle Personen, die innerhalb der letzen12 Monate wenigstens einmal im Kino waren.
Werbeblock [= Werbeinsel]:
Die Aneinanderreihung mindestens zweier Werbefilme wird als Werbeblock bezeichnet. Je nach Platzierung zur Sendung / zum Film unterscheidet man Flankierer oder Scharnierinseln [vor oder nach einer Sendung / eines Films]. Unterbrecher-Werbeblöcke sind Werbeblöcke, die innerhalb einer Sendung platziert sind.
Werbedruck:
Das Ausmaß der Konfrontation der Zielgruppe mit Werbeträgern und Werbemitteln. Die Messung erfolgt durch Befragung oder durch Feststellung des finanziellen Volumens für Werbeaufwendungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes.
Werbemittel:
Ist die Form einer Werbebotschaft, z.B. Werbefilm, Kinospot, Dia, TV-Spot, Anzeige, Plakat.
Werbetracking:
Kampagnenbegleitende Untersuchung in zwei oder mehreren Erhebungswellen zur Kontrolle der Werbewirkung.
Werbeträger:
Bezeichnet das Medium, mit dem Werbebotschaften übermittelt werden, z.B. Kino, Fernsehen, Funk, Zeitung und Zeitschriften.
Werbewirkung:
Bedeutet die Bezeichnung zwischen Werbeinstrument/en und dem Verhalten der Umworbenen. Werbewirkung ist das Ausmaß, in welcher Qualität die Werbebotschaft an den Empfänger gelangt. Die Wirkung kann als Werbe- oder Markenbekanntheit, Markensympathie, Image, Kaufabsicht, Kauf etc. gemessen werden. Die Werbewirkung scheint von unzähligen Einflussfaktoren abzuhängen [wie z.B. Werbeträger, Werbemittel, Kontakthäufigkeit], die zudem noch untereinander wirken. Die Analyse der Einflussfaktoren ist im Ergebnis immer noch problematisch, d.h. es ist nicht eindeutig, wem welche Wirkungsanteile zugeschrieben werden können.
Werbewirkungsforschung:
Es gibt keine umfassende Theorie der Werbewirkung. Die von der Werbewirkungsforschung bis heute vorgelegten Modelle repräsentieren jeweils unterschiedliche Ausschnitte aus dem komplexen Wirkungszusammenhang der Werbung. Je nach zugrunde liegendem Modell gibt es eine Vielzahl von Nachweisverfahren. Die Werbewirkungsforschung beschäftigt sich im Bereich der Mediaplanung u.a. mit der Frage, welche Kontaktdosis pro Person Werbewirkung bringt.
Wirksame Reichweite:
Der Teil der gesamten Reichweite eines Werbeträgers, durch den eine Zielgruppezielgenau und ohne jegliche Streuverluste angesprochen wird. Nur solche Personengelten als wirksam erreicht, die eine Mindestanzahl an Kontaktchancen erhalten
Zielgruppe:
Eine nach bestimmten Merkmalen [soziodemographisch, soziopsychologisch] definierte Personengruppe, die durch Werbemaßnahmen angesprochen werden soll. Die Kernzielgruppe im Kino ist die Altersgruppe der 14 bis 29 jährigen.
Zufallsstichprobe [=Random-Stichprobe]:
Eine Stichprobe, die durch reine Zufallsauswahl der zu befragenden Personen gebildet wird. Dabei muss jedes Element der Grundgesamtheit eine Auswahlchance [Wahrscheinlichkeit] größer 0 haben, in die Stichprobe zu gelangen.[siehe auch Quoten-Stichprobe]